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Die Chinesische Wollhandkrabbe


Fischermeister Schulze mit WollhandkrabbenSeit Beginn des vorherigen Jahrhunderts fühlt sich die chinesische Wollhandkrabbe in Deutschland heimisch. Inzwischen ist sie eingehend untersucht und beschrieben worden. Dennoch konnte beispielsweise immer noch nicht genau geklärt werden, warum es zum Beispiel in relativ regelmäßigen Zyklen von zwölf Jahren starke Aufkommensschwankungen gibt.

Die juvenile Wollhandkrabbe erreicht im Zuge der stromauf gerichteten Nahrungswanderung von der Unterelbe über die Mittelelbe u.a. die Havel. Hier verweilt sie fünf bis sechs Jahre und macht sich nach dem Erreichen der Geschlechtsreife im Zuge der stromab gerichteten Laichwanderung auf den Rückweg in das Brackwasser unterhalb Cuxhavens. Während ihres Heranwachsens in unseren Gewässern macht sie den Fischern das Leben schwer: Mit ihren Scheren und Beinen schafft sie es, das Netzmaterial zu zerstören, sodass Aale und andere Fische aus den Reusen entwischen können. Fangeinbußen und ein hoher Reparaturaufwand sind somit die unmittelbare Folge. Große Exemplare können bis zu 400 Gramm schwer werden!

Die Wollhandkrabbe ist insbesondere in China eine Delikatesse. Hier werden jedes Jahr mehr als 500.000 Tonnen in Teichen und Aquakulturanlagen für den Verzehr produziert. Zum Vergleich: In Deutschland werden jedes Jahr 10.000 Tonnen Speisekarpfen produziert. Natürlich vorkommende Wollhandkrabben gibt es dagegen in China kaum noch, da die Gewässer dort momentan einfach zu verschmutzt sind. Auch zu Zeiten der DDR haben sich die Krabben nicht sehr weit die Elbe hinauf getraut. 

 

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