Am 16. Januar 2007 verstarb Fischermeister Siegfried Schulze am der unheilbaren Krankheit ALS.
Bis in die 4. Generation führte der Fischermeister Siegfried Schulze die Berufstradition seiner Vorfahren fort. Der älteste Nachweis von deren Tätigkeit stammt aus dem Jahre 1846, er liegt in einem Archiv im Brandenburgischen.
Am 1. Juli 1990 meldete der Berufsfischer sein Gewerbe an. Der Start in die Selbstständigkeit verlief gut, und es gab gute Erträge.
Seinen Beruf übte der Vater zweier Töchter über 38 Jahren aus, den Meistertitel erhielt er im Jahre 1971. Er fischte auf einer Wasserfläche von etwa 450 Hektar, zu grossen Teilen liegen die Gewässer im Brandenburgischen, wie bei Quitzöbel, Dreetz oder Gülpe.
Den grössten Fisch zog er 1994 an Land. Wels "Freitag", gefangen am 13. Mai, war 71 kg schwer und 2,20 m lang und ist heute in der Fischerstube zu besichtigen.
Vermutet hat er schon länger, dass sich in seinem Pachtgewässer, dem Dreetzer See, ein grösserer Fisch aufhält. Deswegen stellte er wahllos einige grössere Reusen auf. Als der erfahrene Fischermeister am jenem besagten Freitag die Reusen kontrollierte, war die Freude gross, als er feststellte, dass ein prächtiger Wels im Netz war.
Allein schaffte es Siegfreid Schulze nicht, den gewaltigen Burschen zu bergen. Er holte Hilfe, denn die Kräfte von zwei Männern wurden schon gebraucht, um den nicht ganz leichten und "erfahrenen" Fisch in ein Lebendhälterbecken nach Warnau zu bringen.